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The Third Eye Foundation - Collected Works (MV) |
von Ivana | Mittwoch, 6. Dezember 2006
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ooooo (Drum'n'Bass/Breakbeat) // "Collected Works" ist der heilige Gral in Sachen Musik und beinhaltet diejenigen drei Alben, die's zum Leben braucht. Und zum Sterben.
Dies wären das längst gelöschte "Ghost" (1997), "You Guys Kill Me" (1998) und "Little Lost Soul" (2000) - die drei Herzstücke von The Third Eye Foundation alias Matt Elliott - plus ein paar wenige Single-B-Seiten, Live-Versionen und neue Stücke. CDs rein, Augen zu und los geht das Drum'n'Bass-Gemetzel, das Herz und Kopf sukzessive zerhackt. Die Odyssee in die Abgründe des Wahnsinns beginnt mit tobendem Breakbeat-Gepolter, wobei Matt Elliott auch von stupend geloopten Schrei-Samples nicht Halt macht. Etwas schreit, der Synthesizer raunt und der Beat schlägt schlägt schlägt schlägt. Blut an den Wänden. Das ist vertonte Angst, misshandelnde Abartigkeit, tosende Extase. Weiter geht die Reise in Zwangsjacke mit etwas eingängigerem, aber nichtsdestotrotz sehr atmosphärischem und zermürbendem Drum'n'Bass, der es versteht, dem Hörer sämtliche Hoffnung zu rauben, ihn subtil in die tiefsten Tiefen zu ziehen. "There's A Fight At The End Of The Tunnel", heisst's treffend. Auf dem dritten Album schliesslich verfeinert Matt Elliott die auf den Vorgängern bloss angedeuteten Ambient-Anleihen: Hier ist alles ein wenig gedämpft, relativ gemässigt; die letzten, versöhnenden Atemzüge werden getätigt, bevor man sich selbst tot am Boden liegend erblickt.
"Collected Works" ist die wohl depressivste und morbideste Musik-Trilogie, die die Welt je gehört hat. Aber auch die passendste für eine Welt wie die unsrige.
(VÖ: 03/11/06)
>> Referenzen: Matt Elliott
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