ooooo (Indie-Rock, Post-Punk Revival) // The Rakes haben in ihren Köpfen aufgeräumt, ihre Musikkammer ausgemistet und den Punk der ersten Stunde rausgeschmissen.
Was übrig bleibt, ist mindestens halbe Geordnetheit. Vorbei sind die Zeiten des hektischen Irrsinns, des schreienden Revoluzzertums, der pubertären Suche nach Orientierung. Auf dem zweiten Album scheinen sich The Rakes gefunden zu haben. 10 neue new-wavige Nachrichten sind's, die das Quartett bereithält. Und es sind Nachrichten, die von Reife und Wachstum zeugen, die von Ungerechtigkeit, Konsum, Terrorismus und gescheiterter Liebe erzählen. "Wir sind eben besser geworden bei dem, was wir machen." So ist es. Wo vorher Punk war, ist jetzt Pop, Nervosität ist der Gelassenheit gewichen. Wüsste man nicht, dass es sich bei der gehörten Platte um The Rakes handelt, man würde - allem voran eingedenk Alan Donohoes Stimmqualität - glatt denken, Coldplay seien besser, seien ein wenig indie-rockiger geworden. Die Melodien sind so süffig, der Gesang so cool, das Schlagwerk so lässig, dass das Gesamtwerk fast schon beängstigend abgeklärt und ruhig klingt. Na ja, man wird eben älter. Auch Rockstars in Massanzügen.
(VÖ: 23/03/07)
>> Referenzen: Maximo Park, The Automatic, Gang Of Four
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