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Smutny - Telehors (RecRec) |
von Ivana | Mittwoch, 6. Dezember 2006
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ooooo (Electronica/Avantgarde) // Was passiert, wenn sich ein Komponist klassischer Musik dem Pop verschreibt? Man wird verzaubert.
"Telehors" von Daniel Smutny ist das beste Beispiel hierfür. Der 30-jährige Mannheimer ist Komponist im eigentlichen Sinne, hat eine musikalische Grundausbildung in Gesang, Klavier und Musiktheorie vorzuweisen und bereits mehrere Auszeichnungen für seine innovativen Kompositionen erhalten. Auf seinem faszinierenden Debütstudioalbum lässt er nun den Pop aus dem Manne und experimentiert mit elektronischer Musik, verarbeitet auf seinem Laptop unzählige Samples, die er kunstvoll um sein Allerheiligstes, das Klavier - zweifellos avantgardistisch gespielt -, schart. Dabei bedient er sich sowohl der analogen als auch der digitalen Welt, verbindet Realität und Traum. Der Hörer wähnt sich bei "Telehors" fraglos in letzterem, war Musik doch selten so zauberhaft filigran, so wunderbar unaufgeregt, wohltuend. Wobei des Komponisten Namen Smutny wohl den Nagel auf den Kopf trifft: Jener ist Polnisch und heisst übersetzt schlicht "traurig". Eine wunderliche Melancholie ist den 14 Kleinoden tatsächlich eigen - ebendiese ist's schliesslich, die betört und das hektische Treiben rundherum vergessen lässt.
"Telehors" ist ein Musterkind von Mutter Klassik und Vater Pop und dabei alles zugleich: sowohl E- als auch U- und F-Musik. Wunderbar.
(VÖ: 29/09/06)
>> Referenzen: keine
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