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Pureape [CH] - Screenplay (RecRec) |
von Ivana | Sonntag, 22. April 2007
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ooooo (Elektropop) // Die Elektropopper aus Züri haben einen Gang zurückgeschaltet. Leider.
Ich will ehrlich sein, bin ich doch kein allzu grosser Freund des Heimatbonus'. Aber zuerst vorweg: Allzu schlimm steht die Sache natürlich nicht. Pureape - neu nicht mehr zu dritt, sondern als Duo unterwegs - machen auch auf ihrem Zweitling ordentlichen und gut goutierbaren Elektropop, der - wie sie selbst schreiben - von "dreckigen Gitarrenriffs, sphärischen Synthieklängen und melancholischem Gesang" definiert wird; auch hier verbinden Andrea Pestoni (Vocals, Gitarre, Programming) und Christa Helbling (Synths, Backing Vocals) Disco-Pop gekonnt mit Punk- und Rockattitüde. Soweit alles in Ordnung. Doch: Wo bleibt der Dreck? Das Anrüchige? Das Kantige? Pureape scheinen den Minirock leider etwas zu fest geglättet zu haben, denn "Screenplay" geht runter wie Öl, so flüssig, dass es fast unbemerkt bleibt. Ausserdem flechten die sehr dominanten Synthesizer Soundwolken, die beinahe sämtliche Songs in eine Gruppenuniform zwängen, was Individualität etwelcher Art verunmöglicht. Christa Helblings Keyboard-Spiel ist sicher solide, aber an manchen Stellen doch etwas zu monoton und auf Dauer ein wenig zu dick aufgetragen.
Keine Frage: "Screenplay" ist eine okaye Veröffentlichung. Aber die Luft ist irgendwie schon a bissl raus bei Pestoni und seinem neuen partner in crime. Dass sie den letzten Song auf dem Album dann auch noch "The Audience Won't Clap The Hands" nennen, hat schon etwas Tragisch-Komisches.
(VÖ: 03/03/07)
>> Referenzen: Ladytron, Sneaker Pimps ("Bloodsport"), Vive La Fête
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