Poni Hoax - Poni Hoax (RecRec)
von Ivana | Dienstag, 20. Februar 2007
  
ooooo (New Wave, Elektro, Alternative) // Das Pariser Quintett als leistungsstarke Zitiermaschine für bewölkte Tage.
Gewiss könnte man an dieser Stelle jetzt - wie in so manchen Rezensionen - Dutzende Bands auflisten, die Poni Hoax auf ihrem Debüt in irgendeiner Weise zitieren. Man könnte bei Roxy Music beginnen, bei Nick Cave und Joy Division weiterfahren und das Journi-schicke name dropping ad absurdum führen. Lassen wir das.
Tatsächlich ist es aber so, dass die fünf Franzosen sich als kreative Zitiermeister erweisen und mehr eine Mix-CD denn ein in sich geschlossenes Album präsentieren. Vom new-wavigen Radiohit "She's On The Radio", dem lethargischen Elektropop-Stampfer "Budapest", dem schwelgerischen Requiem "Carrie Ann", dem punk-funkigen Tanzbodenkracher "Drunks And Painters On Parade" bis hin zum pathetischen, Streicher lastigen Endzeitsong "I Shall Take It Anyway" - alles ist da. Die fünf Herren zeigen sich äusserst kreativ und verarbeiten die verschiedensten Einflüsse - meist aus dem New bzw. Dark Wave- und Elektro-Bereich - zu 10 wunderbar zeitgemässen Gute-Nacht-Geschichtchen für schwarz gekleidete Miesepeter und feierwillige Schickimickis. Dies ist Musik für Kopf, Herz und Bein. Es wird stilvoll mit dem Fuss gewippt, am Drink genippt und - man ist einfach zufrieden. Hervorragend!

(VÖ: 12/01/07)

>> Referenzen: She Wants Revenge, Nick Cave, Roxy Music
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