Disco-Funk, Glam-Rock, Synthie-Pop, Psychedelic Rock, Post-Rock, Elektrorock. Auf ihrem Zweitling wollen Pet irgendwie alles ein bisschen sein. "Seht her, wir können alles!", schreit's dem Hörer förmlich entgegen. In nur 40 Minuten bedient sich das Quartett sämtlicher musikalischer Erben, experimentiert, verwirrt, feiert frohen Mutes ein avantgardistisches Fest. Spielen tun sie dabei durchaus solide. Die Melodien passen, die Hooks sitzen, es groovt wenigstens zurückhaltend. Aber ob's vielleicht nicht etwas zu viel des Guten ist?
Es sei der Pet'sche Dadaismus, den die Gruppe vom Rest unterscheide, heisst's in der Presseinfo. Nun, wahrscheinlich mutet's wirklich ein bisschen dadaistisch an, dem Hörer ein kunterbuntes musikalisches Potpurri aufzutischen - und dabei noch verschmitzt charmant zu grinsen. Wohlgemerkt: Freudig ist "Rewind The Sofa Lady" allemal, lustig, unbeschwert. Aber einigen wird dieser Zweitling leider etwas zu unentschlossen sein, willkürlich, seicht, weder Vogel noch Fisch. Pet wollen beides gleichzeitig sein und sind dabei irgendwie - nichts.
"Rewind The Sofa Lady" wird für kurze Zeit erfreuen, bevor's amnestisch wieder aus dem Gedächtnis verschwindet. I beg your pardon, Mr. Peel.
(VÖ: 13/10/06)
>> Referenzen: The Dandy Warhols, Scissor Sisters