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I Love UFO - Wish (RecRec) |
von Ivana | Mittwoch, 31. Januar 2007
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ooooo (Avant Rock) // Und sie können doch rock'n'rollen, die Franzosen! Und zwar so eindringlich, dass einem Angst und Bange wird. Robert Smiths Haarpracht reckt sich da gleich noch höher 'gen Himmel.
"Help me close my eyes", jammert's in bester Ian Curtis-Manier, während der Bass lauten Laufes ins Bauhaus vorauseilt, stolpert, die Gitarren sich sukzessive blasphemisch an Jesu und Mariä Unheil verzehren und die Drums aus The Cures Hinterzimmer zu düsterem Grollen anheben. New Wave trifft auf Noise trifft auf Punk trifft auf Progressive Rock. I Love UFO aus Paris vereinen auf ihrem Debüt Merkmale jener Stilrichtungen zu nachgerade beklemmend genialen Depressiva, die dem Hörer einem zum Schlage ausholenden Damoklesschwert gleich erscheinend den Silberstreif am Horizont verdecken und denen sich zu entziehen unmöglich ist. Die Helden der 80er entsteigen ihren Gräbern, um mit I Love UFO auf derselben Bühne die Abgründigkeit in grösst möglicher Ausprägung zu zelebrieren - stets herausfordernd, stets verwirrend und jederzeit mit einem Fuss im Sanatorium. Man rast mit. Und wenn einem ganz am Schluss verzerrte Gitarren den letzten Nerv zersägen, stimmt man dem Trio verzweifelt zu: "Take Me."
"Wish" ist ein Kunstwerk moderner Musik sondergleichen und I Love UFO vielleicht die Einzigen, die den 80ern in musikalischer Hinsicht Tribut zu zollen würdig sind. Zudem stellen I Love UFO Fragen, wo andere bereits verstummt sind und geben auch nach mehrmaligem Hören Rätsel auf, deren angestrebtes Lösen süchtig macht. Wie das Leben eben. Nun, um - eingedenk des Bandnamens - die Tagline einer amerikanischen Science Fiction-Serie der 90er zu zitieren: "Die Wahrheit ist irgendwo da draussen." Und das ist gut so.
(VÖ: 25/09/06)
>> Referenzen: Joy Division, The Jesus And Mary Chain, The Cure
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