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Grinderman - Grinderman (MV) |
von Ivana | Montag, 5. März 2007
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ooooo (Garage, Blues) // Testosteron quellt aus den Boxen und die Spucke fliegt einem vorbehaltslos ins Gesicht. Nick Cave's back.
Und wie. Zusammen mit Kumpanen Warren Ellis (Violine, Viola, akustische Gitarre), Martyn Casey (Bass, akustische Gitarre) und Jim Sclavunos (Schlagzeug, Perkussion) steht der Gruftwächter (Vocals, E-Gitarre, Orgel, Piano) da, die Hand im Schritt, Kippe im Mundwinkel, Bier auf dem Tisch. "Damn well old enough to know better", meinen sie, die alten Säcke. Und legen los: "Kick all the motherfuckers out!". Irgendwas zwischen Blues, Garage, Noise und Alternative Rock erwartet den Hörer. Nick Cave nölt wie ein frustrierter Bierbauchträger, die Gitarren lallen an der Schmerzgrenze kreischend mit, die Drums pöbeln, der Bass wirft stolpernd Stühle und Bänke um und das Piano schlägt erzürnt die Faust auf den Tisch. Genau wie ein besoffener Störenfried mit derben Anmachsprüchen hört sich das Album an. Vulgär, ordinär, rauh, kantig, unverschämt. Und es geht nur um das Eine, immer schön unter die Gürtellinie schielend.
"Grinderman" erweist sich als intensiver Rausch-Ersatz und vermag an einigen geschickt komponierten Stellen zu fesseln. Um diese breitbeinige Rüpelmusik aber wirklich gut zu finden und zu schätzen, braucht's wohl Eier. Die habe ich nicht. In dem Sinne: No pussy blues, motherfuckers.
(VÖ: 02/03/07)
>> Referenzen: The Birthday Party, The Drones, John Spencer Blues Explosion
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