Frivolous - Midnight Black Indulgence (RecRec)
von Ivana | Sonntag, 25. Februar 2007
  
ooooo (Minimal House, Electro, Jazz) // "Bumm tschä bumm tschä, bumm tschä bumm tschä..." Minimal House mit - fast - maximaler Gleichgültigkeit.
Der 4/4-Drumbeat hämmert sich keck funkig durch die 50-minütige Spielzeit und wird ab und an von Vocal- oder Streicher- bzw. Bläser-Samples aufgepeppt. Ganz viel Minimal, eine grosse Portion Funk, a bissl Soul und einen Schuss Jazz, that's it. Passieren tut auf diesem Longplay-Debüt nicht allzu viel, die Weltordnung wird nicht umgekrempelt; wobei man Daniel Gardner alias Frivolous zugute halten muss, dass er den Minimal verschmitzt verpoppt und der eine oder andere Track nahe an einem kleinen Hit vorbeihüpft. Und Humor besitzt der Kanadier auch noch - nomen ist ja schliesslich omen -, der sich allem voran in seinen spielerischen Kompositionen manifestiert. Man kann hie und da also ohne falsche Bescheidenheit mit den Fingern schnippen und den Augen zwinkern. Fürs Tanzen eignet sich diese Platte allerdings nicht, vielmehr gehört sie in eine verrauchte First-Class-Bar mitten in Manhattan, wo sie die perfekte Hintergrundmusik abgeben würde.
"Midnight Black Indulgence" sprüht für ein Minimal House-Album nachgerade vor Kreativität und ist ganz nett anzuhören. Es tut jedenfalls nicht weh. Und man kann die Musik auch ganz gut ignorieren und dabei Geschirr spülen. Oder so. Bumm tschä bumm tschä...

(VÖ: 06/02/07)

>> Referenzen: Robert Hood, Steve Bug, Markus Nikolai
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