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Brett Anderson - dto. (TBA) |
von Ivana | Freitag, 20. April 2007
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ooooo (Britpop, Singer-Songwriter) // Liebe, Schmerz, Drogen. Der Ex-Suede und -The Tears-Sänger ist und bleibt ein Romantiker.
Obwohl sich Anderson auf seinem ersten Soloalbum manchmal schon ein wenig mit Ovid und dessen Milch und Honig getränkten Landschaften verbrüdert, ist's aber doch weniger diese von Kitsch grell leuchtende Kerzenscheinromantik, die uns auf Merci-Packungen oder in pseudo-italienischen Pizzeriaketten gestelzt entgegengrinst, um die sich der Brite bemüht. Vielmehr besetzt er den Begriff Romantik mit den ursprünglichen Attributen und lamentiert so - manchmal beinahe mimosenhaft schluchzend - über Liebe, die mit Schmerz oder gar Drogen verbunden ist und umgekehrt. "I am the dust, you are the rain, I am the needle and you are the vein." Schön düster, schön destruktiv - wie die kulturgeschichtliche Epoche der Romantik mitunter eben auch war. Damit die Zuhörer die Leiden des nicht mehr ganz so jungen Brett auch nachempfinden können, erheben sich - nebst selbstverständlicher Gitarre - Chöre an Streicher und Pianos, um der Musik - mal lupenreiner Britpop, dann wieder reduzierter Singer-Songwriter - ihre hellsten Stimmen zu leihen. Alles ist sehr schön komponiert und äusserst gut verdaulich, alles in einem bekannten Rahmen; Anderson will nicht anecken, sondern berühren. Insofern: Das ist Musik fürs Herz, das sich derer meist auch nicht verschliesst. Hören und träumen.
(VÖ: 30/03/07)
>> Referenzen: Richard Ashcroft, Andreas Johnson, David Gray
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