Doch nicht nur das. Damon Gough alias Badly Drawn Boy will auch die Welt retten, den Menschen Gutes nahebringen, sie trösten, erfreuen. (Und liefert nebenbei noch eine wunderbare Hommage an die Heimat.) All dies gelingt ihm f-a-b-e-l-h-a-f-t. In gewohnt kindlich-naiver Art singt der Weltverbesserer direkt aus dem Herzen des Hörers, es einfach nur gut meinend. Begleitet wird er hauptsächlich von Piano und Gitarre, hie und da gesellen sich noch ein paar wenige Streicher und ein ruhiges Schlagzeug hinzu, die allesamt gemeinsam einige der wunderbarsten Melodien erschaffen, die man sich erträumen könnte. Nichts ist zu komplex, alles stets überschaubar, mitsingbar, ja frei und frank gesagt durch und durch poppig und vor allem: SCHÖN. Schön simpel, könnte man meinen. Dabei ist's viel mehr simpel schön. Einfach nur gut. Und obgleich der Grundton der Lieder ein eher melancholischer, trauriger ist, scheint die Sonne bei dieser doch ermutigenden Musik gleich ein wenig heller, wärmender. Damon Gough erreicht das hoffnungsvolle, unvoreingenommene Kind im Manne, wenn er erzählt: "There's good things all around. You just have to look longer and harder to see them some times." Jööh. Wie wahr, wie wahr!
Wir haben Dich lieb, grosser kleiner Junge, der Du die Hoffnung an das Gute - vielleicht als Einziger? - noch nicht verloren hast. Wenn alle schon längst gegangen sind, bist Du immer noch da. "Let's dance to the beat of the drums." Reichen wir uns die Hand und tun wir es unentwegt.
(VÖ: 20/10/06)
>> Referenzen: Ron Sexsmith, Eels, The Beatles