von Ivana | Donnerstag, 7. Dezember 2006
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ooooo (Elektro/EBM) // Wer schon immer mal wissen wollte, wie Irrwitz auf harten Drogen klingt, höre sich No Bra an.
Eigentlich bräuchte Susanne Oberbeck ihren Busen nicht zu entblössen. Die Musik der Truppe um die deutsche Elektronutte gefällt auch so. Wobei Ersteres wohl gut zum abgefuckten Bild passt, das No Bra transportieren wollen. Tatsächlich geht's auf deren Debüt "Dance And Walk" auch nur um fucks, cocks, shags, tits und Artverwandtem. Frau und Mann sprechen in genialstem Cock-ney Akzent relativ schläfernd von all diesen Dingen und allerhand Anormalitäten, während die Drummaschine monton stotternd hämmert. Abgesehen davon, dass der Kopf ordentlich durchgeschüttelt wird, passiert eigentlich nicht viel, aber das Ganze ist dermassen überspitzt und mutet so befremdend an, dass man einfach nur noch fies grinsend mitspricht und den Kopf im Takt nickt. Vor allem dann, wenn No Bras Zynismus so deutlich zutage tritt wie auf dem Underground-Hit "Munchausen": "My cock was once amputated after a motorcycle accident." - "Really? I was cremated once." - "Really? I was born with only one leg." - "Really? You know I think I fancy you." - "Really? So do I." GENIAL!
(Anmerkung: No Bras Debütalbum "Dance & Walk" wurde hierzulande noch nicht offiziell veröffentlicht, aber ist auf cede.ch zu erwerben.)
>> Referenzen: Crème De Menthe, Front 242, Nitzer Ebb
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